Ein Einblick in meinen Alltag

Full-time working Mom – ein kleiner Einblick in meinen Alltag 

Ich würde mich selbst ja nicht als Fulltime Mami bezeichnen, da wir ja das geteilte Sorgerecht haben und Moritz wirklich auch viel Zeit bei seinem Papa verbringt. Also es bleibt sicher nicht alles an mir alleine hängen- ich hab wirklich mega viel Unterstützung, denn Moritz Papa ist ein Papa wie man ihn sich nur wünschen kann.

Trotzdem fragt ihr mich immer wieder, wie ich alles gebacken bekomme. Vollzeit arbeiten, Haushalt, für Moritz da sein, Freundin sein und auch auch noch ein bisschen Me Time überhaben. Erstmal vorweg es ist nicht immer easy und in meinen Instagram Stories seht ihr vielleicht 30 % meines Alltags. Darum will ich euch jetzt mal einen kleinen Einblick in unser kleines, geordnetes Chaos geben.

odernichtoderdoch

So sieht unser Alltag aus:

Ich arbeite ja wie die meisten von euch schon wissen als Filialleitung -seit kurzem „nur“ mehr 35 Std in der Woche. Als fulltime working würde ich mich trotzdem bezeichnen, da ich ja auch mit dem Bloggen Geld verdiene und auch das „Arbeitszeit“ beansprucht. Zwar Zeit die ich mir frei einteilen und von zuhause aus machen kann, aber es ist trotzdem Zeit in der ich produktiv bin. Contents entwerfe, Blogbeiträge schreibe, die Buchhaltung mache oder oder oder… Zum Bloggen gehört einfach so viel mehr als auf ein paar Fotos in die Kamera zu grinsen. Dazu hab ich euch auch mal einen Blogpost geschrieben – den findet ihr hier.

In „normalen“ Arbeitswochen arbeite ich 2 mal bis 17 Uhr und 2 mal bis 19 Uhr im Shop. „Normal“ in dem Sinn, weil es ja auch Wochen gibt wo Urlaube, Krankenstände oder Events sind und da werdens dann auch mal 4 Tage bis 19 Uhr. In der Regel kann ich aber als Filialleitung meine Tage und Dienste selbst einteilen, wofür ich sehr dankbar bin – außerdem erleichtert es natürlich unseren Alltag sehr.

Die Kinderbetreuung von Moritz richten wir dann meistens nach meinem Dienstplan. Da wir aber nur 5 min voneinander entfernt wohnen, können wir da auch mal spontan was ändern, ohne dass es umständlich wird. An meinen langen Arbeitstagen schläft Moritz eigentlich immer bei seinem Papa. Es ist so einfach auch für Moritz stressfreier, weil er nicht um 19:30 noch schnell schnell abgeholt werden muss und dann unter Stress Abend essen, baden und zu Bett gebracht werden muss. An meinen 2 freien Tagen meistens Montag und Mittwoch ist Moritz dafür immer fix daheim. Für ihn hat sich so auch eine gewisse Routine entwickelt und er weiss, wann er Freunde einladen, auf den Spielplatz gehen oder einfach nur Lego spielen kann.

Die Tage wo ich früher aufhöre und die Wochenenden teilen wir uns auf, sodass auch jeder ein bisschen Me Time bzw Zeit für den Partner hat. Wir lassen da aber auch viel Moritz mitbestimmen. Er entscheidet oft auch selbst bei wem er bleiben will. Im Endeffekt teilt er es aber selber immer fair auf. War er ein Wochenende bei Papa, will er das nächste wieder zu uns. Für ihn ist es definitiv keine Belastung, dass er 2 Zuhause hat. Im Gegenteil er genießt es und bekommt dort wo er gerade ist die ungeteilte Aufmerksamkeit.

So sieht ein Arbeitstag aus: 

  • Um 4:45 läutet mein Wecker zum ersten Mal. Meistens kuschle ich mich dann noch bis 5 Uhr zu Schatzi.

  • Ich trinke meinen ersten Kaffee und richte mich gemütlich zusammen. Für mich ist Stress in der Früh echt das Schlimmste.

  • Meist bin ich um 5:30 fertig im Bad und dann wird mal ein Blick in den Kalender geworfen, was so ansteht. Ich checke immer ab ob Moritz etwas bestimmtes für die Schule braucht, ob bei mir was Wichtiges ansteht und einfach wie der Tag aussieht.

  • Danach werden E Mails, Kommentare, Nachrichten vom Vortag beantwortet und ich bereite mein 7 Uhr Posting auf Instagram vor.

  • Um 6:30 wecke ich Moritz auf. Wir knuddeln immer noch eine Runde, danach gehts ins Bad und Moritz macht sich für den Tag fertig.

  • Frühstuck für Moritz: an manchen Tagen ja – an manchen nein. 😉

  • 7:30 Wir fahren in die Schule. Basti fährt schon mal in den Shop und bereitet Frühstück vor. Basti und ich arbeiten direkt nebeneinander und verbringen daher auch untertags echt viel Zeit zusammen – zum Glück.

  • Nachdem ich mit Moritz beim Bäcker war und ihn in die Schule gebracht habe, geht s für mich auch direkt in die Arbeit.

  • Um 8 bin ich meistens dort. Basti und ich frühstücken gemeinsam, ich lade euch noch mein Daily Outfit hoch, dass ich schon zuhause vorgedreht habe und um ca 8:30 gehts dann auch für mich los.

  • 11:45 Moritz hat Schule aus und trifft sich mit seinem Papa zum Mittagessen. Der hat nämlich genau dann Mittagspause. Danach bringt ihn sein Papa zur Tagesmutter oder die Oma kommt und passt am Nachmittag auf ihn auf.

  • 13 Uhr  Basti und ich verbringen unsere Mittagspause immer gemeinsam. Wir gehen essen, quatschen über den Vormittag. Ich liebe diese Stunde, sie ist einfach gold wert.

  • 17 Uhr An manchen Tagen ist hier schon für mich Schluss. 🙂 Ich hole Moritz von der Tagesmutter ab. Zuhause kontrolliere ich erstmal die Hausübung, die er am Nachmittag gemacht hat.  Ich weiß, dass ich das gar nicht müsste, weil Moritz echt brav ist- aber ich will trotzdem up to date sein und wissen was er gerade so macht. Jetzt wo es wieder länger hell ist gehen wir auch noch um diese Zeit eine kleine Runde auf den Spielplatz. Oder wir spielen noch kurz ein bisschen Lego. Danach mach ich Essen für ihn und die kurze Haushaltsroutine. Staubsaugen (ich wechsle jeden Tag ab, einmal oben , einmal unten), Geschirrspüler ausräumen, Wäsche….

  • 19:30 Basti kommt heim. Wir essen gemeinsam. Moritz darf in der Zeit wo ich Essen mache oder durchs Haus flitze , ein bisschen Ninjago schauen. Untertags schaut er eigentlich nie. Seine Oma bzw die Tagesmutter schauen immer sehr, dass er sich draussen bzw sinnvoll beschäftigt. Danach machen wir uns bettfertig. Es wird noch gekuschelt, gelesen…. und um 20:15 schläft Moritz dann meistens.

  • Die Abende sehen für mich immer sehr unterschiedlich aus. Was ich inzwischen fix fast jeden Tag einplane: eine halbe Stunde Workouts. Mir tut das sooo gut. Hier kann ich einfach abschalten, den Tag verarbeiten und nebenbei werd ich auch noch fit für die Bikinifigur.

    Ein Abend in der Woche ist mein fixer Putzabend. Meist mache ich 2,3 Räume sehr gründlich. So kommt jeder Raum einmal im Monat dran. Bäder, Klos und Küche mache ich nebenbei, wie es gerade reinpasst. An mind. 2 Abenden in der Woche konzentriere ich mich rein nur auf das Bloggen und meine Social Media Tätigkeiten. 😉 Mittwoch ist mein fixer Leseabend, an dem ich offline bin. Die restlichen Abende sind flexibel- je nachdem was so ansteht.

  • Zwischen 22 und 23 geh ich meistens ins Bett.

So sehen die freien Tage aus: 

Meine 2 freien Tage unter der Woche sind eigentlich immer relativ gleich.

Den Vormittag nutz ich meistens um Contents vorzubereiten, E Mails zu beantworten oder sonstiges was so anfällt. Wenn Basti frei hat, fahren wir da auch Fotos machen um den Feed upzudaten. Wir produzieren immer vor, das es mir echt zu stressig wäre jeden Tag ein neues Foto zu schießen. Ausserdem hat man ja auch nicht immer die passende Location vor Ort.

Mittags hol ich dann Moritz von der Schule ab. An einem Tag darf er einen Freund einladen, den nehmen wir dann immer gleich von der Schule mit. Moritz freut sich immer sehr auf seine Playdates- logisch als Einzelkind hat er niemanden zum Spielen. Wenn Moritz Besuch hat, nutze ich die Zeit für meinen Nebenjob.

Der andere freie Nachmittag gehört Moritz und mir. Das sind auch die Nachmittage, an denen es fast keine Stories gibt. Ich genieße die Zeit mit ihm nämlich bewusst und versuche nicht alle 5 min aufs Handy zu schauen. Wir machen ganz spontan immer das, worauf Moritz gerade Lust hat. Entweder wir fahren seine Urli Oma im Altersheim besuchen oder wir gehen auf den Spielplatz oder spielen einfach den ganzen Nachmittag in seinem Zimmer.

Auch die Wochenenden werden bei uns sehr bewusst genutzt. Da wir ja nur jedes 2. Wochenende ganz frei haben, freuen wir uns auf diese umso mehr. Am Sonntag bleibt das Handy auch meistens sehr ruhig. Wir versuchen viel zu unternehmen, sind total gerne in der Natur – wir bleiben aber auch einfach mal zuhause und kuscheln uns den ganzen Tag auf die Couch. Stories stelle ich da generell nie at the Moment rein, sondern erst dann wenn wir wieder zuhause sind. 😉

Ein Tag in unserem Leben.

Tipps um den Alltag als working Mom stressfreier gestalten zu können?

  • Lebe im Moment: Ich versuche meine volle Aufmerksamkeit immer auf den Ort zu lenken, an dem ich gerade bin. Wenn ich im Shop bin, schaue ich nur ganz selten auf Instagram. Ich lasse mich durch nichts ablenken, und konzentriere mich ganz auf meine Aufgaben-auch mit dem Kopf. Umgekehrt ist es aber auch so , dass ich während meiner privaten Zeit versuche nicht an den Shop zu denken. Meine Mädels wissen zwar, dass sie mich fast immer erreichen können, kommen aber echt gut ein paar Tage ohne mich aus. 😉 Auch die Zeit mit Moritz genieße ich sehr bewusst. Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr euch wieder in die Kindheit zurückversetzt fühlt? So geht es mir immer, wenn ich mit Moritz spiele, mit ihm spazieren gehe oder einfach quatsche.Er sieht eine Schnecke und hat die größte Freude damit, er baut einen hohen Lego Turm und ist superstolz – oder das Schaukeln am Spielplatz, einfach mal für 5 min nur schaukeln.  Kinder können einem so viel beibringen, vor allem auch wie man sich an Kleinigkeiten erfreut und die Zeit bewusster genießt.

  • Vorbereitung: Damit in der Früh kein Stress entsteht, bereite ich am Abend schon die Outfits von Moritz und mir für den nächsten Tag vor. Früher ging es mir echt oft so, dass ich ewig vor dem Spiegel gestanden bin, die Minuten verrannt sind und ich schlussendlich doch unzufrieden war. So liegt alles schon bereit, ich muss nur noch in die Klamotten reinspringen und ready.

  • Plan B: Kennt ihr diese Tage, an denen in der Früh das Handy läutet und die Person, die eigentlich am Nachmittag auf Moritz aufpassen hätte sollen , krank ist? Oder Moritz wird spontan krank? Oder eine Mitarbeiterin und ich muss einspringen? Ich liebe diese Tage – NICHT . 😉 Früher bin ich dann oft richtig hysterisch geworden, weil ich eben keinen Plan B hatte. Organisieren gehört zwar zu meinen Stärken, jedoch so kurzfristiges versetzt mich echt in Panik. Inzwischen haben wir 3 Personen, die auf Moritz aufpassen und bei denen sich Moritz sehr wohlfühlt. Irgendwer von den 3 kann zum Glück immer.

  • Liebe die Dinge, die du tust: Eine Doppel oder gar Dreifachaufgabe kann nicht funktionieren, wenn man einen Part davon nicht liebt. Ich bin gerne Mami, ich bin aber auch gerne Filialleitung und das Bloggen liebe ich auch. Mir würde es ganz schwer fallen, wenn ich auf einmal nur noch 1 der 3 Aufgaben hätte. Natürlich ist nicht jeder Tag gleich und es gibt auch Tage, die mich an meine Grenzen bringen. An denen ich am liebsten kündigen würde, meinen Instagram Account auflösen würde und mich einfach von der Welt abkapseln möchte. Diese Tage sind aber die Seltenheit und kann man im Jahr an einer Hand abzählen. An solchen Tage versuche ich mich wieder selbst zu motivieren und rufe mir ins Gedächnis warum ich eigentlich, dass alles mache. Ich stelle mir vor wie es wäre, wenn ein Part aus meinem Leben weg wäre. was sich dadurch alles verändern würde und frage mich ob ich dann glücklicher wäre. Und ich komme immer zu selben Schluss- nein ich wäre es nicht. Denn ich liebe jeden Part meines Lebens- meistens.

  • Planung ist das halbe Leben:  Ja wir planen so ziemlich alles. Die Einkaufsliste, den Speiseplan, wer wann Moritz abholt, den nächsten Urlaub, die Finanzen. Ich arbeite auch echt viel mit To Do Listen und liebe es einfach, wenn ich wieder einen erledigten Punkt abhaken kann. Für uns ist es so defintiv leichter, jeder weiss was zu tun ist  und was Prio  hat. Wir vergessen dadurch nur selten etwas wichtiges und sind einfach viel strukturierter.

  • Die Ansprüche an sich selbst runterschrauben: Früher hab ich mich oft unter Druck gesetzt. Das Haus musste perfekt geputzt sein, das perfekte Essen musste am Tisch stehen und jedes Hemd picobello gebügelt sein. Das hab ich zum Glück abgelegt. Der Haushalt läuft nicht davon, und mit 70 fragt mich keiner ob ich Bastis Hemden perfekt gebügelt habe. Mit 70 will ich mich aber daran zurückerinnern können, dass ich schöne Zeiten mit Moritz hatte. Ich hab also meine PRIOS anders sortiert und es tut richtig gut. Und jaaaa bei uns ist es sauber, man kann zwar nicht vom Boden essen. aber wer macht das schon? 😉

Und jetzt ihr: wieviel arbeitet ihr? Wie bekommt ihr alles unter einen Hut?

Habt ihr Tipps? Ich freu mich auf den Austausch mit euch.

Eure Kati

2 Kommentare

  1. Jasmin 21. Juni 2019 um 8:34 Uhr - Antworten

    Wow du bist eine echte Powerfrau. Ich bewundere dich echt dafür wie du alles planst und unter einen Hut bekommst und dann auch Social Media immer so entspannt wirkst 😊

    • Katrin Ambrosch 21. Juni 2019 um 9:28 Uhr - Antworten

      Vielen Dank liebe Jasmin 🙂 Ich hab aber auch mal Tage dabei , an denen ich nicht ganz so entspannt bin. Ich wünsche dir einen tollen Start ins Wochenende, Kati

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Shop my FAV’s

Fashiondiaries - Lifestyle Blog