Gedankenkarussell – ich bin heute glücklich, weil ich mich entschieden habe glücklich zu sein.

Diese Woche habe in meiner Instagram Story kurz das Thema Selbstreflexion und glücklich sein angesprochen. Daraufhin bekam ich  irre viel Feedback und Nachrichten von euch, daher möchte ich das Thema unbedingt auch hier auf meinem Blog verewigen. Für mich ist Selbstreflexion ein sehr, sehr wichtiges Thema  und vor allem zu einer unverzichtbaren täglichen Routine geworden.

„Ich bin glücklich“, „Wir führen eine glückliche Beziehung“ – Floskel, die man ganz oft bei Small Talks zu hören bekommt. Ich als hochsensibler Mensch merke sehr schnell, ob jemand wirklich glücklich und zufrieden  ist oder nur eine Show für die Aussenwelt  spielt.

Aber was heisst es eigentlich glücklich zu sein? Was macht dich glücklich? Was macht für dich eine glückliche Beziehung aus?

Stellt man jemanden diese Frage direkt, entsteht oft eine schweigsame Denkpause. Genau diese Denkpause ist die Zeit der Selbstreflexion. Also im Grunde genommen hat wahrscheinlich jeder von uns schon mal Selbstreflexion betrieben, wenn auch unbewusst oder gezwungenerweise.

HAPPINESS …

Reichtum, materieller Besitz oder Geld gehören für mich definitiv nicht zum glücklich sein. Geld ist für mich eine Sicherheit , ein nice to have um überleben zu können. Es ist mir wichtig einen gewissen Standart halten und Moritz ein sorgenfreies Leben und eine gute Ausbildung  ermöglichen zu können. Aber ich bin mir sicher, dass Menschen, die sich alles- ohne zu überlegen- leisten können ,  nicht unbedingt glücklicher sind als wir normalen Mädchen von Nebenan.

Ein banales Beispiel: Schon als Teenie habe ich sämtliche Designer angehimmelt. Sie waren immer meine großen Vorbilder und ich habe sie bewundert. Schon mit 15 hab ich strahlende Augen bekommen, wenn ich eine Louis Vuitton Tasche gesehen habe. Das Design, die Verarbeitung ,Inspiration, der Style – wie die meisten von euch ja wissen bin ich ein richtiger  Fashionholic, lebe im 7. Fashionhimmel und werde bei allem was Mode angeht einfach schwach. Grob gesagt – ich hab ca, 15 Jahre für meine Traumtasche gespart, bis ich sie mir endlich gegönnt habe.

Worauf  ich aber eigentlich hinauswill: Wer denkt ihr hat mehr Freude mit einer Designer  Tasche, bei wem löst der Kauf mehr Glücksgefühle aus?

Die Frau, die ihr halbes Leben darauf gespart hat und sich einen kleinen Lebenstraum damit erfüllt?

Die Frau, die jede Woche zu LV shoppen geht und für die es Routine ist ohne zu überlegen mehrere 1000€ für eine Designertasche hinzublättern?

Wertschätzung, Dankbarkeit, Ziele erreichen – wer von euch kennt dieses unbeschreibliche Gefühl? Man hat lange Zeit auf etwas gespart und kann es sich dann leisten. Sei es ein Auto, ein Urlaub oder eben eine Designertasche – wenn man sich auf etwas lange freut ist die Wertschätzung umso größer.

HAPPINESS…

Für jeden Menschen bedeutet glücklich sein etwas anderes. Anbei findet ihr meine persönliche Happiness Liste. Ihr werdet sehen, das sind oft ganz kleine Dinge oder Werte, die meist gar nicht sonderlich wahrgenommen werden, aber soviel zum kleinen Glück und im Ganzen dann zum großen Glück  beitragen.

FACTS, DIE MICH GLÜCKLICH MACHEN:

  • Neues zu lernen
  • Stille, eine ruhige Atmosphäre
  • Zeit nur für mich alleine zu haben
  • Ehrlichkeit
  • Fashion
  • über meine Grenzen hinaus zu schießen
  • Herausforderungen
  • meine Gedanken niederzuschreiben
  • Reisen und neue Städte entdecken
  • Ziele zu erreichen
  • zu wachsen und mich selbst weiter zuentwickeln
  • Erfahrungen zu sammeln
  • über den Tellerrand hinauszudenken
  • Menschen mit denen ich auf einer Wellenlänge bin und die eine ähnliche Weltanschauung, Lebenseinstellung haben wie ich
  • Menschen, von denen ich lernen kann
  • hochsensible Menschen, die sich nicht verstellen und die Hochsensibilität in vollen Zügen ausleben
  • kreativ zu sein und meine Ideen umsetzen zu können
  • Menschen, die geben ohne zu fordern
  • planen
  • träumen
  • Musik
  • tiefgründige und tiefsinnige  Gespräche
  • ein ehrliches, herzhaftes Lächeln von meinem Gegenüber
  • Bücher
  • Harmonie
  • so geliebt und akzeptiert zu werden wie ich bin, mit all meinen Ecken und Kanten
  • Vertrauen
  • bedingungslose Liebe zu geben
  • Zeit, die sich jemand für mich bewusst nimmt
  • für die Menschen, die mir wichtig sind, da zu sein
  • Gesundheit und einen sinnvollen Lebensstil zu führen
  • die Natur mit all ihren wunderschönen Details und Facetten
  • Tiere: sie schenken bedingungslose, ehrliche Liebe
  • konstruktive Kritik
  • ehrliches Lob bekommen und zu verteilen
  • Komplimente zu verteilen
  • inspirierende Blogs und Podcasts
  • Körperkontakt und Nähe
  • Veggie Food

FACTS, DIE MICH UNGLÜCKLICH MACHEN

  • Menschen, die nicht  zu ihren Gefühlen stehen können/wollen ,  eine Show spielen und sie nicht zulassen
  • Ausreden und sinnlose Rechtfertigungen
  • Ungerechtigkeit
  • wenn mich meine Gefühle täuschen – ist zwar selten der Fall, aber hin und wieder verbrenn ich mir meine Fingern.
  • Oberflächlichkeit
  • Neid und Missgunst
  • zurückgewiesen oder abgewiesen zu werden
  • eingebremst zu werden
  • Streit, körperliche und psychische Verletzungen
  • Menschen, die im Selbstmitleid versinken und nicht offen für Veränderungen sind
  • Negativdenker
  • mit Gefühlen zu spielen
  • wenn etwas nicht nach Plan läuft
  • Ungewissheit
  • nicht ich selbst sein zu können und mich verstellen zu müssen
  • ungerechtfertigte Forderungen und Vorwürfe
  • planlos zu sein
  • Dinge einfach hinnehmen zu müssen, weil ich keine Macht habe sie zu verändern.
  • aufzugeben
  • verletzbar zu sein

Die Liste könnte ich noch durch viele weitere Punkte ergänzen – möchte aber nun auf das eigentliche Thema eingehen.

SELBSTREFLEXION

Selbstreflexion bezeichnet die Tätigkeit über sich selbst nachzudenken. Das bedeutet sein Denken, Fühlen und Handeln zu analysieren und zu hinterfragen. Die Macht der Selbstreflexion wird oft unterschätzt, dabei kann das Nachdenken über sich selbst  DIE Erleuchtung bringen. Nur wenn wir uns selbst verstehen, unsere Handlungen verstehen, sind wir in der Lage uns weiter zu entwickeln und zu verbessern. Durch Selbstreflexion lernen wir uns selbst besser kennen, finden heraus was wir wirklich wollen und können Stärken und Potentiale gezielter einsetzen. Und natürlich auch Fehler vermeiden oder uns in gewissen Situationen das nächste Mal anders verhalten. Das Leben ist ein ständiger Lernprozess – wir lernen nie aus weder privat noch beruflich, sofern wir es zulassen.

„Man sollte vor allem in sich selbst investieren, denn das ist die einzige Investition, die sich 10000 fach auszahlt“ – Warren Buffett.

TIPPS FÜR SELBSTREFLEXION:

  • Schaffe dir ein ruhiges Umfeld und nimm dir bewusst Zeit. Selbstwahrnehmung geschieht nicht zwischen Tür und Angel.
  • Regelmässigkeit : Plane fixe Zeiten ein und schaffe Routinen. Du musst dir  nicht stundenlang Zeit nehmen, es reichen einige Minuten am Morgen und einige Minuten am Abend. Wichtig ist, dass du dir diese Zeit bewusst und regelmässig nimmst-  nur für dich.
  • Hab Spaß dabei dich selbst kennenzulernen.
  • Sei ehrlich mit deinen Gefühlen  und spiel dir selbst keine Show vor.
  • Nimm dich und deine Gefühle ernst.
  • Fortschritt braucht den Blick in die Vergangenheit: Selbstwahrnehmung kann auch wehtun und schmerzhaft sein, da du dich auch mit negativen Gedanken, deiner Vergangenheit und Situationen beschäftigen musst, die dir vielleicht nicht so gut getan haben. Lass Emotionen zu: weine , schreie , nimm einen Polster und schieß ihn gegen die Wand. Hauptsache es tut dir gut.
  • Schreib was das Zeug hält – sortiere deine Gedanken in Form einer Mindmap. Oberkategorien, Unterkategorien – so hast du schnell einen Überblick.
  • Besorg dir als Unterstützung einen Leitfaden zbsp ein 6 Minuten Tagebuch.

DAS 6 MINUTEN TAGEBUCH

Das 6 Minuten Tagebuch ist meine kleine Bibel. Ich nutze es täglich morgens und abends um meinen Tag, Situationen aus meinem Tag und meine Gefühle zu reflektieren. Seitdem ich „Die Gesetze der Gewinner“ von Bodo Schäfer gelesen habe, führe ich zusätzlich  noch ein Ideen, Erkenntnis  und ein Erfolgsjournal. Aber dazu ein anderes Mal mehr, sonst würde dieser Blogpost wohl das Ausmass einen Buches annehmen 😉

Das 6 Minuten Tagebuch bringt mich mit geschickten Fragen dazu, mich selbst, meine Gefühle, meine Handlungen unter die Lupe zu nehmen. Ausserdem enthält das Buch eine wöchentliche Routine, die aus einer Wochenreflexion und einer Wochenplanung besteht.Das 6 Minuten Tagebuch ersetzt aber nicht meinen Kalender oder meine To Do Liste, denn hier geht es rein nur um mich selbst, meine Gefühle und meine Handlungen. Mein Kalender hingegen ist nur voll mit TO DOS und Terminen.

Das 6 Minuten Tagebuch ist aufgegliedert in einen Bereich, denn man morgens ausfüllt und einen Bereich, den man abends ausfüllt. Mit meinem Ideen- Erkenntnis und Erfolgsjournal investiere ich also gut 15 Minuten täglich in mich selbst. 15 kostbare Minuten , die mein Mindset stärken und mich zu mir selbst finden lassen.

FRAGEN FÜR EINE BESSERE SELBSTWAHRNEHMUNG

  • GLÜCKLICH SEIN

Bin ich glücklich oder spiele ich mir selbst etwas vor?

Wie fühle ich mich gerade?

In welchen Momenten bin glücklich?

Wer oder was macht mich glücklich?

Tun mir die Menschen in meinem Umfeld gut oder ziehen sie mich runter, beeinflussen sie mich negativ? – dies ist eine enorm wichtige Frage, die sich hochsensible Menschen häufig stellen sollten. HSPs lassen sich nämlich sehr schnell von den Stimmungen anderer mitreissen. Daher ist es für hochsensible Menschen umso wichtiger , sorgfältig auszuwählen, wen sie richtig  in ihr Leben lassen.

Muss ich den Menschen in meinem Umfeld eine Show vorspielen oder kann ich sein wie ich bin?

Gibt es Menschen in meinem Umfeld von denen ich mich trennen sollte/ loslassen sollte , weil sie mir nicht gut tun?

Wer oder was bringt mich zum Lächeln?

Wer bereichert mein Leben?

Wer inspiriert mich?

Wer tut mir gut?

Welche Bedürfnisse habe ich und nehme ich diese ernst?

Wenn ich morgen sterben würde, wäre ich dann mit meinem bisherigen Leben zufrieden?

Welche Werte sind mir wichtig?

  • BEZIEHUNG / EHE

Was verbindet mich und meinen Partner?

Welche Werte sind mir wichtig?

Hat mein Partner diese Werte?

Was will ich wirklich? Will mein Partner dasselbe?

Sind es nur noch Gewohnheiten,Routinen, die Kinder, das Haus etc… die uns verbinden?

Warum trenne ich mich nicht von meinem Partner?

Warum ist er/sie der Mann die Frau, mit dem ich alt werden will?

Gibt mein Partner mir das Gefühl von Geborgenheit?

Liebe ich bedingungslos und kommt bedinglose Liebe zurück?

Sehne ich mich nach Abwechslung, Abenteuer? Warum?

Was fehlt mir in meiner Beziehung?

Kann man an der Beziehung arbeiten? Ist es mir das wert?

Wie gut kennt mich mein Partner? Verstelle ich mich vor ihm?

Welche Gemeinsamkeiten habe ich mit meinem Partner?

Welche gemeinsamen Ziele haben wir?

Wenn ich 2 Wochen mit meinem Partner auf einer einsamen Insel verbringen müsste, würde es mir dabei gut gehen?

Kann ich mir vorstellen, dass ich in 25 Jahren noch immer mit meinem Partner zusammen und glücklich bin?

Warum möchte ich an der Beziehung festhalten und arbeiten?

  • JOB UND ERFOLG

Was will ich wirklich?

Nehme ich meine Leidenschaften ernst genug?

Was bedeutet Erfolg für mich?

Wenn ich die freie Wahl hätte – welchen Job würde ich wählen?

Was möchte ich verbessern?

Wo sind meine Stärken/Schwächen?

Wie kann ich an meinen Schwächen arbeiten um sie zu verbessern?

Wenn ich von vorne beginnen könnte, was würde ich verändern?

In welche Richtung möchte ich mich entwickeln?

Meine Ziele für die nächsten 3 Jahre?

Könnte ich meine Stärken in einem anderen Job besser einsetzen?

ENTSCHEIDUNGEN TREFFEN, LOSLASSEN UND KONSEQUENZEN ZIEHEN

Die beste Selbstreflexion bringt nichts , wenn man keine Konsequenzen daraus zieht. Hochsensible Menschen, haben einen Blick fürs Detail, denken gründlicher und nach und nehmen Feinheiten viel deutlicher wahr. Ich komme meist sehr schnell zu Entscheidungen und  lasse mich ganz oft von meinen Gefühlen leiten. Entscheidungen sind bei mir meist mit einem riesen Gefühlschaos verbunden , zumindest die Zeit davor. Habe ich eine Entscheidung aber getroffen, fällt meist ein ganzes Gebirge von meinem Herzen. Entscheidungen erfordern Mut, Offenheit für Neues – die Angst vor einer „falschen“ Entscheidung ist oft groß. Es gibt aber keine falsche Entscheidung in dem Sinn, denn man weiß nie wie das Leben verlaufen wäre, wenn man sich für die andere Alternative entschieden hätte. Wir entscheiden unser Schicksal selbst mit einer Entscheidung, mit einer Wahl.In diesem Sinne , hallo Leben. Ich bin ready und freue mich auf all die kleinen und großen Wunder, die du mir noch bringen wirst. Auf all die Hürden, Herausforderungen, einzigartige Menschen und viele kleine und große Abenteuer.

Schreibt mir gerne eure Gedanken,Erfahrungen ins Kommentarfeld. Sie werden wie immer vertraulich behandelt und nicht veröffentlicht .

Eure Kati