HERE COMES THE SUN – MEINE MORGENROUTINE 

Wie ihr in meinen Instagram Stories oft mitbekommt, starte ich meine Tage immer bewusst, mit vielen Good Vibes und Routinen. Ganz viele fragen mich, wie ich es schaffe um 6 Uhr früh schon in die Kamera zu grinsen, oder ein Workout zu machen. Meine Routinen machen es aus – ich hab für mich selbst eine Morgenroutine geschaffen, die mir Spass macht , mir Sicherheit und positive Energie für den Tag gibt. Es ist keine großartig aufregende Routine, aber immer wiederkehrende, kleine Rituale, die mir einfach gut tun und mich happy in den Tag starten lassen. Einfach aufstehen – ab ins Bad und los in die Arbeit wäre für mich undenkbar. Ich hasse künstlichen Stress, Unruhe oder Hektik- würde mein Tag so starten, würde mich dieses Gefühl wahrscheinlich den ganzen Tag begleiten. Ich würde sogar behaupten, dass meine Morgenroutine mir mehr Konzentration, mehr Energie und mehr Fröhlichkeit gibt und so meine Lebensqualität verbessert.

In diesem Blogpost möchte ich (auf den Wunsch meiner Instagram Community) näher auf meine kleine Routine und meine Rituale eingehen. Viele von euch wünschen sich auch weniger Hektik am Morgen und eine morgendliche immer wiederkehrende Routine. Vielleicht hilft euch mein Blogpost ein bisschen weiter und kann euch inspirieren eure persönliche Routine zu finden. Nicht für jeden fühlt sich dieselbe Routine gut an, daher dient meine natürlich nur als Inspiration. Schlussendlich müsst ihr selbst ausprobieren, was euch wirklich gut tut.

HERE COMES THE SUN

WIE FINDE ICH EINE ROUTINE?

Meine morgendliche Routine ist durch den Schulwechsel von Moritz und unseren Umzug ins neue Office ziemlich aus den Fugen geraten. Wir haben nun eine längere Fahrtstrecke, müssen viel früher los und auch der Weg ist viel hektischer – ich brauche durch Staus,Ampeln, Parkplatzsuche  oft 45 min bis ich dann schlussendlich wirklich in meinem Office bin. Vorher waren es ungefähr 10 min – da merkt man erstmal wie kostbar Zeit eigentlich ist. Da auch Moritz einen ruhigen und unhektischen Start in den Tag braucht, sind wir hier anfangs ziemlich oft ins strugglen gekommen. Schlussendlich waren wir beide genervt, beide gestresst und ich hab mehr wie je zuvor gemerkt wie gut uns eine morgendliche Routine tut. Ich hab probiert, zeitlich herum experimentiert und schlussendlich haben wir nun wieder einen Ablauf, der für uns beide gut passt.

Probieren, experimentieren – du wirst deine Routine nicht von einen Tag auf den anderen finden. Es kann auch sein, dass du deine Routine irgendwann mal abändern musst – eben aus zeitlichen Gründen oder weil sich einfach deine Bedürfnisse ändern. Das Allerwichtigste aber ist, dass dich die Routine nicht unter Druck setzt, dir kein MUSS Gefühl vermittelt und dass du Spass dabei hast.

So habe ich meine Routine gefunden:

  • Aufstehzeit : Versuche eine fixe Aufstehzeit für dich zu finden und ziehe diese auch wirklich täglich durch. Der Körper gewöhnt sich von selbst daran – ich brauch meist wirklich keinen Wecker und werde auch am Wochenende um diese Zeit munter. Da drehe ich mich dann aber  wieder um und schlafe weiter.Wobei ich im Sommer frühes Aufstehen sehr liebe – auch am Wochenende. Ich weiß meine Aufstehzeit können nur die wenigsten Menschen nachvollziehen – ich verrate sie euch weiter unten.
  • Feel Good Liste: Erstelle deine persönliche Feel Good Liste. Notiere dir, was dir gut tut, was dich happy macht und überlege dir dann welche Punkte du zeitlich morgens unterbekommen könntest.
  • Must Do Liste: Wir haben natürlich alle auch Must Dos am Morgen, die erledigt werden müssen. Überlege dir wie du die Must Dos in deine Morgenroutine einbauen und sie mit etwas schönem verbinden kannst. Die Schminkzeit im Bad verbringe ich zbsp Podcast hörend . Ich schminke mich täglich, weil es  einfach mein Selbstwertgefühl verbessert – ein schöner Nebeneffekt : tagsüber hätte ich keine Zeit zum Podcast hören bzw wäre vermutlich abgelenkt und so hab ich täglich ca. 30 min Zeit um motivierende und inspirierende Podcasts zu hören. (In den 30 min sind Haare glätten, Skincare  und schminken natürlich einberechnet   ;-))
  • Ausprobieren: Wenn du glaubst deine Routine auf dem Papier gefunden zu haben, setze sie um. Wie fühlt sie sich an? Nervt dich eines der Rituale? Stresst es dich? Dann lass es einfach weg oder tausche es durch einen anderen Punkt aus. Eine Morgenroutine muss sich gut anfühlen, ansonsten macht sie nur wenig Sinn.
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MEINE MORGENROUTINE 

  • AUFSTEHZEIT 4:30:  Ich weiß, jetzt werden ganz ganz viele ganz geschockt sein. Aber ich gehöre wirklich zu den Menschen, die mit ganz wenig Schlaf auskommen.  Ich habe lange probiert wieviel Schlaf sich für mich gut und richtig anfühlt und bei mir sind es um die 6 Stunden. Ich hab weder Einschlaf- noch Durchlafprobleme und nutze die 6 Stunden für sehr produktiven Schlaf. Komme ich über die 6 Stunden schlafe ich generell nie durch und tu mir auch am nächsten Tag sehr schwer beim Einschlafen. Bei Moritz ist es übrigens ziemlich ähnlich – uns unterscheidet nur, dass er eher die Nachteule ist und ich der Morgenmensch. Morgens komme ich ohne Probleme aus dem Bett und habe mega viel Energie – müsste ich mich aus dem Bett quälen, würde ich meine Aufstehzeit natürlich nach hinten schieben.
  • LUFT: Das erste, dass ich morgens mache- raus an die frische Luft. Egal ob Winter, Sommer, Frühling oder Herbst – jede Jahreszeit ist einzigartig und hat etwas Bezauberndes. Auch wenn es nur ein paar Minuten im Garten oder vor der Türe sind, diese Minuten genieße ich bewusst. Die Vögel, die zwitschern, die Sonne die aufgeht, der Hahn, der kräht (ja ich lebe am Land) , der Mond, der funkelt – einfach diese kleinen Momente, die den Tag aber zu etwas ganz besonderem machen.
  • WASSER: Schon seit einigen Jahren trinke ich morgens täglich auf leeren Magen 3 Gläser klares, kaltes Wasser. Ich weiß, lauwarm wäre besser, das bekomm ich aber einfach nicht runter.Wasser trinken auf leeren Magen – hört sich im ersten Moment vielleicht ziemlich komisch an. Es hat aber mega viele Vorteile: es schützt nicht nur vor Dehydration, sondern liefert auch irre viel Energie und stärkt das Immunsystem. Ausserdem verbessert es das Hautbild, stärkt die Haarstruktur und gibt mir persönlich einfach so das feel good Erlebnis.
  • NAHRUNGSERGÄNZUNG: Durch das Absetzen der Pille und den Verzicht auf sämtliche hormonelle Verhütungsmittel, spüre ich meinen eigenen Körper wieder viel intensiver. Ich hab  viel mehr Lust auf Sex und nehme ihn auch weitaus intensiver wahr. Die Pille hat irgendwie so richtig einen Schleier über meinen Körper geworfen und sämtliche Wahrnehmungen gehemmt.Es war für mich also die allerbeste Entscheidung auf künstliche Hormone zu verzichten. Inzwischen bin ich schon gute 4 Jahre Pillefrei und bereue es keine Sekunde. Ein kleiner Nachteil unter den vielen Vorteilen: ich spüre meinen Körper so intensiv, dass mich PMS Symptome gerade in der ersten Zeit nach dem Absetzen richtig im Griff hatten. Durch das Hormony Body Sets von Skingood hab ich meinen hormonellen Haushalt aber echt wieder gut unter Kontrolle bekommen. Daher nehme ich die Kapseln nach wie vor täglich am Morgen. Im Winter bekommt mein Körper zudem auch Vitamin D um den Mangel auszugleichen. Ich hab im Winter generell immer einen Vitamin D Mangel (ganz viele von uns – nur die meisten wissen es nicht;-)) , weil ich einfach viel zu wenig Sonneneinstrahlung abbekomme. Durch Sonne wird Vitamin D über die Haut  gebildet- es wird sogar als Hormon eingestuft und trägt sehr zu unserem Wohlbefinden bei. Um dem Körper die richtige Dosis zuzuführen ist es am besten das trotzdem kurz mit einem Arzt abzuklären. Hochdosiertes Vitamin D sollte nämlich immer mit Vitamin K2 kombiniert werden um die optimale Versorgung für den Körper zu gewährleisten.
  • WORKOUT: Ich mache täglich ein Workout um mich auszupowern. Hier gibt es ja auch Experten, die behaupten man sollte zwischendurch einen Restday einplanen. Ich bin eher der Meinung man sollte auf seinen eigenen Körper hören, der zeigt zumindest mir immer ganz gut was er braucht. Ich sprudle in der Früh einfach über vor Energie und Tatendrang, daher ist für mich hier die beste Zeit für ein intensives Workout. Im Sommer gehe ich auch total gerne laufen zumindest solange es mein kaputtes Knie mitmacht. Ich liebe es sportlich an mein Grenzen zu kommen und meine Grenzen zu überschreiten, daher muss ich mich hier sogar oft selbst einbremsen um mich nicht zu sehr auszupowern.Ich hab auch schon Meditation, Achtsamkeitstraining und Yoga morgens probiert.  Achtsamkeitstraining  ist für mich am Abend perfekt, in der Früh fordert es mich zuwenig. Mein Kopf ist morgens nach der nächtlichen Ruhephase frei und abends dann meist so voll mit Reizen, Gedanken und Emotionen. Durch Achtsamkeitstraining komme ich so wieder richtig gut runter.
  • BEAUTY TIME: Duschen, Skincare, Schminken, Haare glätten und nebenbei Podcast hören. Diesen Punkt hab ich ja bereits weiter oben erwähnt. Hab ich mal keine Lust auf Podcast wird einfach gaaaanz laut meine Lieblingsplaylist eingeschaltet.
  • 6 MINUTEN TAGEBUCH: Ich beschäftige mich danach noch einmal einige Minuten bewusst mit meinem Mindset. Das 6 Minuten Tagebuch ist unterteilt in einen Morgen und einen Abend Part – also ich brauche knapp kalkuliert 2 x 3 Minuten um es auszufüllen. Die Fragen sind immer gleich aber so enorm wichtig und sie stärken mein Mindset extrem. Ich bin dankbar für…?/ So mache ich den heutigen Tag wundervoll?/ Positive Selbstbekräftigung/. Meine Journale (Ideen, Erkenntnis und Erfolg) führe ich abends. Hier reflektiere ich den ganzen Tag nochmal.
  • TO DO LISTE: Ich plane meine Woche jeden Freitag  ganz grob vor. Ich notiere mir an  welchem Tag ich welche   To Dos erledigen möchte, Termine, private Verpflichtungen, aufschiebbare Aufgaben,   – okay und aktuell plane ich auch noch für Moritz mit, bis er seine Struktur zu 100 % gefunden hat. Morgens werden dann die TO Dos, die an diesem Tag in meinem Kalender stehen nach Prioritäten sortiert. Prio 1 – Aufgaben die dringend erledigt werden müssen, Prio 2 -wichtige Aufgaben Prio 3- kann notfalls am nächsten Tag auch gemacht werden. Zudem plane ich mir immer eine Weekly Challenge ein. Das sind Aufgaben, die ich schon lange vor mir herschiebe. Ich versuche jeden Tag ein bisschen daran zu arbeiten um sie bis Ende der Woche erledigt zu haben.

Danach endet meine persönliche ME Time. Ich wecke Moritz auf und versuche ihm einen schönen Start in den Tag zu gestalten. Frühstücken fällt bei mir meist erst auf 10 oder 11 Uhr , da ich vorher nie Hunger habe.

Wir entscheiden jeden Tag beim Aufwachen, wie wir unseren Tag starten. Wir entscheiden ob wir 🙂 oder so 🙁 starten. Wir können jeden Tag neu entscheiden, ob wir lieber glücklich sein wollen oder unseren Trott weiterleben und nichts verändern  wollen. Durch meinen Autounfall und den Konsequenzen habe ich eine andere Einstellung zum Leben bekommen. „Das Leben ist kurz“ , „Du hast nur dieses eine Leben“- Floskeln, die man 100 mal hört, vor allem von älteren Leuten. Wenn man sich diese Floskeln aber bewusst durch den Kopf gehen lässt wird einem bewusst wieviel Wahrheit da eigentlich dahintersteckt. Das Leben kann auf den Tag auf die Minute vorbei sein – ich möchte immer und zu jedem Zeitpunkt sagen können – ich habe bewusst und zu 100% gelebt und das gemacht was mich glücklich macht, nicht das was andere glücklich macht. Ich habe gewagt, riskiert und werde nie bereuen etwas aus Angst, fehlenden Mut NICHT  getan zu haben. Ich möchte behaupten können ich habe Liebe gegeben und Liebe erhalten, ich habe Vertrauen gegeben und Vertrauen erhalten. Ich habe gekämpft, meine Ziele verfolgt, an mir gearbeitet  und jeden Tag nicht 100% sondern 110% gegeben.

Jeder weiß, dass das Leben nicht nur Sonnenschein ist. Die Kunst ist es aber an den Sonnenscheintagen Kraft zu sammeln um im Regen tanzen zu können. Ich bin ein sehr positiver Mensch und starte und beende 99% meiner Tage so :-). Ich versuche immer das Positive aus negativen Situationen rauszupicken. Was mich als HSP aber richtig aus der Bahn werfen kann sind negative Gefühle, unausgesprochene Worte ( die ich aber durch meine Hochsensibilität fühle), Unverständnis , Verletzungen , Ungerechtigkeit , Missverständnisse und Streit mit Menschen, die mir etwas bedeuten. Da ist es auch bei mir möglich , dass ich heulend zusammenbreche, mich verkrieche  und einfach nicht mehr weiß wo vorne und hinten, oder was richtig und falsch ist. Es gibt nur wenige Menschen, die mich wirklich so treffen können, aber diese können mir mitten ins Herz stechen. Ich glaub jeder HSP versteht diese Metapher und hat sie wahrscheinlich gerade bildlich vor den Augen. Sobald es in die Gefühlsebene geht bin ich zerbrechlich und zwar richtig. Das werde ich auch nie ablegen können , es ist ein Teil von mir. Aber umso  umso wichtiger ist es,  jeden Tag Kraft zu sammeln um für solche Situationen gewappnet zu sein.

Da dies mein letzter Blogpost vor Weihnachten sein wird wünsche ich euch allen ,ihr wunderbaren Menschen da draussen, ein wunderschönes Weihnachtsfest im Kreise euer Liebsten. Ich werde sowohl auf dem Blog als auch auf Instagram eine kleine Mini Auszeit einlegen und  zumindest ein paar Stunden der Weihnachtsfeiertage besinnlich und vor allem auch für mich selbst zu nutzen um danach hoffentlich wieder voller Power zurück zu sein.

Eure Kati