HEY SOULSISTER! – VERBUNDENHEIT

Da ich leider noch immer inmitten einer kleinen Zwangspause stecke -nein ich bin nicht C positiv, es gibt auch noch andere Krankheiten  – kommt heute ein älterer Blogpost, den ich schon vor einigen Tagen  geschrieben habe und der seitdem im Entwurfsordner in der Warteschleife hängt. Gut, dass ich immer ein paar Blogs im Entwurfsordner habe, bei denen ich überlege ob ich sie überhaupt veröffentlichen soll und mich dann schlußendlich doch dagegen entscheide. So wird’s für euch nicht langweilig hier, denn mich strengt sogar gerade das Schreiben dieser paar Zeilen an . 😉 Auf Instagram trudeln schon die ersten Nachrichten ein ob es mir gut geht und warum ich offline bin, meine treuesten Follower merken genau dass der Story Content vorgedreht ist. Euch kann man aber auch echt nicht austricksen. 😉  Ich lebe noch #hello , dennoch bin ich einfach gerade ein bisschen kraftlos, weil mich mein Körper ziiiemlich aus der Bahn geworfen hat  – aber ich werde ganz  bald wieder die alte Kati sein. Aber nun zum eigentlichen Thema:

Seelenverwandter – wir wünschen uns ihn doch alle. Dieser eine Mensch (oder auch mehrere), mit dem du verbunden bist, der die Welt mit deinen Augen sieht. Der Mensch, bei dem du dich Safe fühlst, der dein Anker ist. Wir hochsensiblen Menschen wünschen ihn uns vielleicht sogar ein Stück mehr als normal sensible Menschen. Wir haben nämlich oft das Gefühl unverstanden zu werden und nicht in diese schnelllebige  Welt zu gehören. Wir nehmen unser Umfeld anders wahr, wir sehen die Welt mit anderen Augen. Wir nehmen alle Reize ungefiltert  auf , sehen Details, die sonst keiner sieht, fühlen Emotionen bevor sie andere überhaupt ahnen.Wir können Menschen oft nach wenigen Minuten analysieren und durchschauen. Wir brauchen mehr Ruhephasen, mehr Zeit zum Nachdenken , zum Reflektieren und wir brauchen auch mehr Liebe, Vertrauen und Geborgenheit als normal sensible Menschen. Wir brauchen Menschen, die uns verstehen, Menschen die uns inspirieren , Menschen, die uns aus uns herauslocken , Menschen, die uns Rückhhalt und Sicherheit geben, die uns uns selbst sein lassen und nicht verbiegen wollen- erst dann können wir uns zu 100% fallen lassen und wir selbst sein.

VERBUNDENHEIT

[Gefühl der] Zusammengehörigkeit mit jemandem, miteinander
„eine enge, geistige und körperliche  Verbundenheit mit jemandem haben“
 Verbundenheit mit einer Freundin, Verbundenheit mit einem Familienmitglied, Verbundenheit mit dem Partner, Verbundenheit mit einem Menschen, den man vielleicht noch gar nicht so gut kennt, Verbundenheit mit Tiere…
Es gibt viele verschiedene Arten von Verbundenheit und jede ist auf ihre Art einzigartig und wundervoll. Wie ihr ja wisst, hab ich 3 zuckersüße (ok manchmal auch sehr anstrengende) Tiger zuhause. Jede ist auf ihre Art sehr liebenswert und jede hat sich ihren menschlichen Seelenverwandten selbst ausgesucht. Gina, unsere älteste hat seit klein auf eine sehr enge Bindung zu Moritz. Sie schläft jede Nacht bei ihm im Bett, weicht nicht von seiner Seite und man hat richtig das Gefühl, dass sie ihn beschützen will. Sie ist normalerweise eine sehr lebenslustige Katze, die gerne zu den Nachbarn spaziert und die Welt entdeckt. Ist Moritz aber für längere Zeit bei seinem Papa, merkt man richtig wie schlecht es ihr geht. Sie sitzt auf der Fensterbank und schaut hinaus – wie wenn sie warten würde bis er wiederkommt. Mimi, die kleinste ist hingegen sehr auf mich fixiert und merkt genau, ob es mir gerade gut geht oder nicht und passt sich an meine Stimmungen an. Die Bindung zu Tieren ist für mich eine der schönsten Bindungen, denn sie ist bedingungslos und echt. Sie ist an keine Forderungen gebunden – ausser natürlich Füttern, aber das versteht sich von selbst. Tiere geben ohne zu nehmen und würden niemals bewusst verletzen.

HSP´s sind einzigartig – ja ich würde sagen, dass wir definitiv nicht die leichtesten Geschöpfe der Erde und eine gewisse Herausforderung  sind, aber wenn man uns mal geknackt hat die liebenswertesten und treuesten Seelen.  Wir stecken voller Emotionen, voller Emotionen von unserem Umfeld und natürlich den eigenen. Manchmal kann es sein, dass uns das einfach ein bisschen zu viel wird – gerade wenn es um unsere eigene Gefühlswelt geht. Es gibt introvertierte HSP´s , aber es gibt auch extrovertierte HSP´s. Ich bin eigentlich sehr extrovertiert, sage meist direkt was ich mir denke, kämpfe um das was ich will  – geht es aber um meine eigenen Gefühle, Ängste bin ich sehr in mich gekehrt und denke lieber 1000 Mal darüber nach, bevor ich darüber spreche. Die meisten HSP´s können nicht offen über ihre eigenen Gefühle sprechen, vermutlich haben sie zu sehr Angst verletzt zu werden oder auf Ablehnung zu stossen. Hier kommt wieder die Verbundenheit ins Spiel – die Menschen, mit denen man sich verbunden fühlt, sind nämlich auch die, die dich verletzen können und dir das Herz heraus reißen können.

Wir HSP´s spüren ganz ganz schnell, ob es ein Mensch wert ist in unser Leben gelassen zum werden. Klassischer Smalltalk, auf Menschen zu gehen ist für mich überhaupt kein Problem. Ich werde eigentlich immer als Sonnenschein bezeichnet und komme in meinem Umfeld recht gut an. Bevor ich einen Menschen, aber in meine Gefühlswelt und in mein Herz lasse vergeht meist sehr viel Zeit. Ist man da nämlich erstmal drinnen, kommt man sehr schwer wieder raus. Für einen Menschen, der mir etwas bedeutet würde ich alles geben.Andererseits kann ich aber auch richtig zu Furie werden, wenn ich von diesen Menschen dann verletzt oder enttäuscht werde.

Welche Bindungen sind für HSP´s die besseren? Die mit normal sensiblen Menschen oder HSP´s mit HSP´s?

In meinem engeren Vertrauensumfeld sind fast nur hochsensible oder zumindest sehr feinfühlige Menschen. Mit kühlen, kalten und unemotionalen Menschen komme ich vereinzelt auch gut klar, weil sie mir in manchen Lebensbereichen, einen gewissen Ausgleich geben.  Nach aussen hin kann ich übrigens auch superkühl sein – zum Beispiel wenn ich verletzt wurde.

Oder in beruflichen Situationen – hier kann ich auch richtig zur Kämpferin werden , wenn es um mein fashiondiaries Baby geht 😉

Ein tiefe, intensive Bindung könnte ich aber wahrscheinlich nur zu hochsensible Menschen aufbauen.

Bindungen zwischen hochsensiblen Menschen können super intensiv und tiefgründig und einfach einzigartig sein. Man versteht sich meist ohne Worte und die Bindung hat etwas fast magisches. Hochsensible Menschen kommunizieren anders – sie kommunizieren auf der Gefühlsebene und wissen ganz genau was in ihrem Gegenüber vorgeht. Mit einigen Menschen habe ich so eine enge Bindung, dass Blicke, kurzer Körperkontakt reichen und ich weiß was in meinem Gegenüber vorgeht. Es reicht ein Wort und ich hab 1000 Bilder im Kopf und weiß dass  mein Gesprächspartner/in gerade genau dasselbe denkt ohne es auszusprechen. Sogar über eine gewisse Distanz , spüre ich, ob es diesem Menschen gerade gut geht oder eben nicht. Da reicht sogar eine Whats App – ich kann Schreibstile und Worte super gut analysieren. Ein Mensch, mit dem ich richtig verbunden bin, könnte mich niemals anlügen – ich würde es sofort merken. Und hier liegt vermutlich der größte Reibungspunkt bei Bindungen zwischen hochsensiblen Menschen. Für die meisten HSP´s ist es irre schwer über die eigenen Gefühle zu reden. Werden sie überrumpelt, konfrontiert flüchten sich viele lieber in Ausreden, anstatt darüber zu reden was wirklich in ihnen vorgeht. HSP´s spüren aber ganz genau was in ihrem Gesprächspartner vorgeht, wie es um Emotionen und die Gefühlswelt steht – passt dann das Gesprochene nicht zur Gefühlsebene kommt es zu Missverständnissen, Enttäuschungen und in Folge daraus manchmal zu Verletzungen, die eigentlich nicht sein müssten. Hochsensible Menschen werden oft als emotional schwach bezeichnet, dennoch ist es ganz anders. HSP´s sind emotional meist sehr intelligent und wissen daher genau wie sie ihr Gegenüber am meisten mitten ins Herz treffen und verletzten können.

ZEIT und GEDULD  ist hier definitiv das Zauberwort – HSP´s brauchen einfach mehr Zeit, Vertrauen und Sicherheit als andere Menschen. Überrumpeln, Drängen, Fordern geht in den meisten Fällen schlichtweg nach hinten los.

SOULMATE 

Woran erkennt man Seelenverwandtschaft und was fühlt man dabei?
  1. Unmittelbares Gefühl tiefer Verbundenheit und Zusammengehörigkeit gleich bei der ersten Begegnung.
  2. Bedingungsloses Vertrauen zueinander.
  3. „Gedanken lesen“, wortloses Verstehen und fast telepathisches Kommunizieren.

Einen anderen Menschen in seinem tiefsten Wesen zu erkennen und zu verstehen und sich gleichzeitig gesehen und verstanden zu fühlen, ist eine der schönsten Erfahrungen, die wir machen können. Während eines tiefen Gesprächs bzw. einer intensiven Begegnung können sich die Gehirnwellen und die Herzfrequenz dieser Menschen nachweislich derart angleichen, dass sie vollkommen übereinstimmen. Dazu müssen sie noch nicht mal am gleichen Ort sein. Diese Menschen schwingen sich wortwörtlich aufeinander ein. Dadurch entsteht ein Gefühl tiefer Verbundenheit.

Was für mich noch eine Soulsister/einen Soulmate ausmacht?

  • Wir HSP´s brauchen viel Ruhe um kreativ, produktiv sein und unsere Gedanken sortieren zu können. Mein Soulmate lässt mir diese Zeit für mich, weil er weiß,dass ich sie brauche um zu mir selbst zu finden. Mein Soulmate engt mich nicht ein.
  • Mein Seelenverwandter lässt mich fliegen und meine Träume verwirklichen und hält mich nie zu fest.
  • Mein Soulmate hat eine ähnliche Weltanschanschauung wie ich und sieht das Leben nicht nur in schwarz-weiß sondern die ganze bunte Vielfalt und alle Facetten vom Leben.
  • Mein Soulmate ist genauso tiefgründig wie ich und liebt Gespräche, die über den Tellerrand hinausgehen.
  • Mein Soulmate liebt das Leben und versucht aus negativen Dingen positive herauszupicken.
  • Mein Soulmate ist genauso  strukturiert  und pingelig wie ich.
  • Mein Seelenverwandter ist ehrgeizig, will etwas im Leben erreichen und niemals am selben Fleck stehen bleiben.
  • Mein Soulmate will sich weiterentwickeln, dazu lernen und ist bereit aus Fehlern zu lernen.
  • Mein Soulmate ist abenteuerlustig und will die Welt entdecken.
  • Mein Soulmate versteht mich ohne Worte.
  • Mein Soulmate beschützt mich in manchen Situationen und ist mein Anker.
  • Mein Soulmate gibt mir Geborgenheit und Sicherheit.
  • Mein Soulmate akzeptiert mich so wie ich bin und versucht nicht mich zurecht zu biegen.
  • Mein Soulmate ist bereit zu kämpfen.
  • Mein Soulmate liebt Herausforderungen.
  • Mein Seelenverwandter  ist nicht langweilig.
  • Mein Seelenverwandter ist genauso harmoniebedürftig wie ich und hasst Streit, Hass und Gewalt.
  • Mein Soulmate gibt niemals auf.
  • Mein Soulmate ist anders als 0815 Durchschnittsmenschen.
  • Mein Soulmate ist detailverliebt und weiß die kleinen Schönheiten vom Leben zu schätzen.
  • Mein Soulmate legt keinen Wert auf materiellen Reichtum und ist ein Sicherheitsdenker.
  • Mein Seelenverwandter ist genauso naturverbunden wie ich.

VERBUNDENHEIT UND SEX

Und noch ein bisschen Girlstalk zum Schluss. Dies ist nämlich sicher ein Blogpost, den die wenigsten Männer zu Ende lesen. Ich glaub es gibt nur sehr wenige Männer, die an Seelenverwandschaft glauben und ihre Soulsister suchen 😉 Wobei gerade hierzu eine männliche Meinung auch interessant wäre – also alle Männer die wirklich bis hierher gelesen haben, ich freu mich auf euer Feedback.

Hochsensible Menschen sind aufgrund ihrer sensiblen Wahrnehmung des eigenen Körpers und ihres Partners ganz besonders in der Lage in der Sexualität intensiv schöne Empfindungen zu erleben. Untersuchungen zeigen, dass sie Sex als befriedigend erleben, gerne auch den aktiven Part dabei übernehmen und mit Begeisterung bei der Sache sind. Hochsensible sind also keineswegs gehemmter oder auf sonstige Weise problembelasteter im sexuellen Bereich.

Allerdings gibt es durchaus auch Unterschiede im sexuellen Empfinden.

ONE NIGHT STAND ODER SEX MIT VERBUNDENHEIT?

Ich hab natürlich beides schon erlebt – klar gerade in gewissen Jugendphasen experimentiert man gerne herum und landet nach einer Diskonacht auch mal mit irgendeinem Typen, den man gerade kennengelernt hat  im Auto, Couch oder Bett oder auf der Küche 😀 Mir haben aber diese typischen One Night Stand aber  genau gar keine Befriedigung gegeben. Im Gegenteil – meist war ich sehr frustriert danach, weil es nie meinen Erwartungen entsprach.  Auch wenn ich selbst sehr experimentierfreudig und offen im Bett, auf der Couch oder der Küche  bin, erlebe ich dieses Abenteuer lieber mit meinem Soulmate. Es gibt einfach nichts spannenderes als wenn tiefe Verbundenheit in Lust über geht und die Emotionen quasi explodieren. Ich musste daher  ziemlich alt werden bis ich meinen ersten Orgasmus erlebt habe.

Das Kopfkino davor leistet natürlich auch schon einen wichtigen Beitrag dazu. Bei uns HSP´s fängt alles im Kopf an. Da sind natürlich HSP´s untereinander in der Kommunikation normal sensiblen Menschen gegenüber  im Vorteil. Denn wir wissen genau, mit welchen Worten , Handlungen wir Kopfkino erzeugen können und jemanden nahezu verrückt machen können.

Aus dem Girlstalk mit meiner Community lässt sich auch gut herauslesen, dass es ganz vielen oder sogar fast allen hochsensiblen Mädels genauso geht. Gerade hochsensible Frauen sind sehr wählerisch und achtsam in Bezug auf ihre Sexualität. Das scheint sich aber auch sehr positiv auszuwirken, denn sie haben mehr Orgasmen und ein größeres Liebesempfinden und dabei weniger Ängste und Hemmungen – sofern sie ihren Soulmate haben, mit dem sie sich Safe fühlen.

Es könnte sein, dass dies mein letzter Blogpost dieses Jahr wird – daher wünsch ich euch allen schon mal einen wunderschönen Rutsch und das 2022 all eure Wünsche, Ziele und Pläne in Erfüllung gehen. Und vor allem, dass jeder von euch (der ihn noch nicht gefunden hat) seinen Soulmate, seine Soulsister oder seine Soulgang  findet.

Eure Kati