OUT OF ORDER  – its ME TIME

„DU musst funktionieren, du bist jetzt selbstständig“.

„DU musst immer erreichbar sein, was denken sich denn deine Kunden von dir, wenn du einfach Wochenende machst und Samstags keine Selbstabholungen anbietest“

„DU musst arbeiten, arbeiten , arbeiten – denn nur DU alleine bist dafür verantwortlich , dass DU von deinem Shop leben kannst. DU hast dich dafür entschieden, also steh zu deiner Entscheidung.“

„DU musst dir Zeit für Moritz nehmen, DU willst doch eine gute Mami sein und immer für ihn da.“

„DU musst dir Zeit für deine Beziehung nehmen, wer will schon eine Verlobte die nur arbeitet.“

„DU musst den Haushalt machen, nur DU bist dafür verantwortlich, dass sich alle wohl fühlen“

„DU hast keine Zeit zum Lesen, buch lieber die neue Ware ein.“

„DU kannst nicht einfach Serien schauen, hast du nicht gesehen, dass du noch 3 Contents abliefern musst und 10 Mail darauf warten beantwortet zu werden?“

So ähnlich siehts laut meiner Instagram Umfrage vor einiger Zeit bei ganz vielen von euch aus. Der Kampf im Kopf zwischen Engel und Teufel. Wer gewinnt? Eigentlich hat man keine Kraft mehr , möchte sich nur mal eine Stunde gemütlich mit einem Buch auf die Couch schmeissen oder eine Serie schauen- wär da nicht der Teufel im Kopf , der immer wieder sagt „Mach das, tu das“.

Eine Auszeit nehmen- ist das denn was schlimmes? Wir Mamis haben oft das Gefühl, dass wir faul sind, wenn wir einfach mal auf der Couch liegen und nichts tun. Oder wir kommen erst gar nicht dazu, weil wir auf der Couch liegen und uns gerade da einfällt, dass wir noch schnell die Wäsche ausräumen müssen. Dabei sind Auszeiten so wichtig.

Nach der Shoperöffnung hatte ich eine wirklich sehr stressige Phase- ich glaube wohl so ziemlich die stressigste meines Lebens. Ich habe nicht damit gerechnet, dass der Shop so gut bei euch ankommt. Eigentlich wollte ich ihn klein halten  und nebenbei laufen lassen. Inzwischen bin ich jedenfalls total froh, dass es so gekommen ist wie es ist. Wie dem auch sei, die ersten Monate nach der Shop Eröffnung tat ich nichts anderes als Schlafen und Arbeiten. Ich arbeitete rund um die Uhr, war immer erreichbar – egal ob Sonntag oder Samstag Abend um 23 Uhr. Jede Mail wurde sofort beantwortet, jeder Anruf entgegengekommen und jeder durfte seine Pakete holen wann er wollte. Ich wollte stark sein – ich wollte mich behaupten, in der Welt der Selbstständigen. Ich wollte für euch meine Kunden da sein. Schließlich hab ich so hart für meinen Traum vom eigenen Fashion Shop gearbeitet, soviel Zeit investiert und soviel Liebe reingesteckt und bin nach wie vor jedem Kunden sehr sehr dankbar.  Eine Zeitlang hält der Körper solche Stressphasen auch ganz gut aus, doch irgendwann kommt der Knall und dann ist es meist zu spät. Wie ich es gemerkt habe, dass ich einen Stop einlegen muss? Meine Kreativität war von einen Tag auf den anderen weg. Ich hatte plötzlich keine Ideen mehr, keine Inspo. Hatte keine Lust mehr Fotos für IG zu gestalten, Looks zusammen zustellen oder Blogbeiträge zu schreiben. Das war für mich so ein kleines Alarmsignal, denn wer mich kennt weiß dass ich normalerweise übersprudle vor Kreativität und Ideen.

Jeder Mensch braucht Auszeiten – jeder braucht Zeit für sich- jeder braucht ME-TIME. Für eine Auszeit muss man sich nicht in den Flieger setzen und 2 Wochen in den Süden fliegen. Auszeiten kann man so gut und einfach in den Alltag integrieren. Auszeiten sind Kopfsache- man muss einfach dem Teufelchen im Kopf mitteilen , dass er mit den Emails und der Wäsche verschwinden soll. Zumindest für eine Stunde 😉

ME TIME EINPLANEN

Um den Jahreswechsel begann ich mich wieder intensiv mit mir selbst zu beschäftigen. Ich erstellte mir in meinem Kalender (in den ich jeden Tag reinschaue eine Vorsatzliste). Aber nicht für das ganze Jahr – sondern nur für den Jänner.

Im Jänner will ich….

  • mindestens 1 Blogpost schreiben (jaaa schreiben ist für mich Entspannung)
  • mein Buch fertig lesen, dass ich schon vor Ewigkeiten begonnen habe
  • 3 x in der Woche ein 30 min Workout machen
  • eine neue Serie beginnen

Ich überlegte mir bewusst, was mir gut tut- Dinge worauf ich mich nach einem anstrengenden Arbeitstag freuen kann und plante diese gleich fix ein. Ich plante sie zuerst für den Jänner und dann trug ich mir gleich jeden 2. Abend ME TIME im Kalender ein. Ich wollte ja nicht gleich von null auf hundert- vorher hatte ich ja jeden Abend gearbeitet, da ist jeder 2. ja schon eine enorme Steigerung. 😉 Ausserdem wollte ich es ja auch nicht zu sehr übertreiben, schliesslich liebe ich ja auch unsere Couple Abende.

Fast jeden Tag, wenn ich meinen Kalender öffne habe ich also das Wort ME TIME vor mir und auch schon was ich mit meiner ME TIME anfange. Ich habe also das Teufelchen in mir ausgetrickst, denn die ME TIME ist ja schon automatisch eingeplant. 😉

Mir ist klar, dass das bei Mamis mit kleineren Kids vermutlich nicht immer funktionieren wird- aber ihr könnt es ja zumindest mal versuchen. 😉

DAS PROBLEM MIT DEM ABSCHALTEN

Ich hatte echt ganz oft das Problem, dass wenn es dann soweit war und ich mir ME-Time rausholte bzw mir vornahm ME-Time rauszuholen, ich einfach nicht abschalten konnte bzw gar nicht wusste was ich mit der Zeit anfangen soll. Irgendwie schwirrten mir genau dann 1000 Sachen durch den Kopf und ich kam einfach überhaupt nicht zur Ruhe. Inzwischen hat sich auch das total verändert. Jede ME-Time wird mit einer großen Tasse Tee gestartet. Aber nicht irgendeinem -sondern dem „kleiner Augenblick“ Tee von BioProphyl. Die Kräuterteemischung mit Schachtelhalm, Pfefferminze, Löwenzahn, Sanddorn und Safran ist einfach der absolute Hammer. Alleine der Duft, wenn ich die Verpackung aufmache verbereitet ein total angenehmes Gefühl in mir. In dem losen Kräutertee sind absolut nur die Besten und nur natürliche Inhaltsstoffe drinnen, die dem Körper total gut tun. Safran zum Beispiel ist auch ein totaler Gute-Laune Macher und lässt alle negativen Energie und Gedanken verschwinden.

Ich übergieße 1-2 TL pro Tasse immer mit sprudelnd kochendem Wasser und lasse ihn  mindestens 5 min. ziehen lassen. So erzielt man die Allerbeste Wirkung und alle Inhaltsstoffe bleiben erhalten. In der Zeit in der der Tee vor sich hin zieht bereite ich mich schon mal auf meine Me-Time vor und und richte mir mein Buch her oder schalte schon mal Netflix ein oder meinen Blog. Das ist das absolut beste Ritual um entspannt in die ME-Time einzusteigen und die Zeit dann auch qualitativ zu nutzen.

Hier kommt ihr übrigens direkt zum Tee – mit FASHIONDIARIES spart ihr immer 10% drauf.

Ab zu BioProphyl

Was ich am liebsten während meiner Me-Times mache:

  • Lesen: Lesen ist für mich die Beste Methode um in eine andere Welt abzutauchen und mich aus dem Alltag auszuklinken. Ich hab aber auch immer mehrere Bücher zur Auswahl daheim. Um ein Buch auch wirklich fertig zu lesen, muss es mich fesseln. Das ist natürlich nicht bei jedem Buch der Fall und oft ist dann die ME-Time schon nach ein paar Minuten enttäuschend. So hab ich immer eine gute Alternative.
  • Serien schauen: Als Ausgleich zum Lesen, liebe ich es auch verschiedene Serien zu schauen, Meine absoluten FAVS, wo bis jetzt noch keine mithalten konnten sind Pretty Little Liars und Gossip Girl. 
  • Schreiben: Ich liebe es meine Gedanken niederzuschreiben. Oftmals in Form eines Blogbeitrages – manche Beiträge veröffentliche ich aber gar nicht. Ich schreibe sie für MICH. Für mich um meine Gedanken zu sortieren, um Pläne zu schmieden oder einfach Dinge zu verarbeiten, die geschehen sind oder mich beschäftigen.
  • durch Zeitschriften, Pinterest und IG scrollen: Ich liebe es mir neue Inspo zu holen. Egal ob für unsere bevorstehende Hochzeit, neue Looks oder Deko. Auf den Social Media Kanälen findet man soviele Profile mit Mehrwert. Ich liebe es mir bewusst Zeit dafür zu nehmen und sprudle danach oft über vor lauter neuen Ideen.
  • träumen, planen und analysieren: Immer wieder mal (meist am Anfang eines Monates) schreibe ich nieder was ich dieses Monat/Jahr erreichen möchte. Was wünsche ich mir? Was möchte ich anders machen? Wo möchte ich stehen? Bin ich zufrieden mit mir, meinem Leben? Was möchte ich anderen? All diese Fragen rufe ich mir immer wieder mal ins Gedächtnis und nehme mir dann auch bewusst Zeit dafür diese zu analysieren.
  • Spazieren gehen: Frische Luft ist wichtig, das weiss sogar schon Moritz. Ich geb ehrlich zu, wenn es so kalt und trüb draussen ist hab ich auch eher weniger Lust zum Spazieren gehen. Manchmal überwinde ich mich dazu und meistens genieße ich es total. Im Frühling/Sommer hingegen kann ich es gar nicht erwarten nach draussen zu kommen. Ich genieße jede Minute und drehe auch oft alleine meine Runden oder mit Moritz und Basti zusammen. Die Luft, die Natur, die Landschaft, die Tiere – das alles tut mir irre gut um runterzukommen.

Was hat sich verändert?

Ich nehme mit nun regelmässige Auszeiten, die Arbeit ist aber nicht weniger geworden- wie schaff ich sie trotzdem, obwohl ich ja weniger Zeit zur Verfügung habe?

Ich arbeite effektiver, produktiver und gezielter. Durch Auszeiten, die jeder Körper braucht, habe ich wieder viel mehr Energie und kann so ein höheres Arbeitspensum in kürzer Zeit erledige. Die Konzentration hält viiiiil länger an und ich brauche nicht mehr soviele Pausen zwischendurch bzw die typischen Nachmittagshänger bleiben aus. Ich strukturiere meinen Tag ganz anders als vorher, denke beim Arbeiten mehr mit (da die Konzentration höher ist) und kann so sinnlose Arbeitsschritte, die oft viel Zeit kosten vermeiden. Das ist aber ein anderes Thema zu dem auf jeden Fall auch ganz bald ein Post kommen wird.

Bis bald, Eure Kati