WARUM VORSÄTZE DOCH ETWAS GUTES HABEN – MEIN PERSÖNLICHER RÜCKLBLICK AUFS LETZE JAHR

Wie gehts euch mit euren Neujahrsvorsätzen? 

Alle schon wieder über den Haufen geworfen oder seid ihr noch ehrgeizig dran?

Ich mag den Jahreswechsel und auch die damit verbundenen Vorsätze. Für mich hat das immer so etwas von einem magischen Neuanfang. Ich nutze die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr um in mich zu kehren, das Jahr Revue passieren zu lassen und Vorsätze und Ziele fürs neue Jahr zu sammeln. Von einem halbherzigen „Ich will abnehmen“ oder „Ich will auf Fast Food verzichten“ halte ich nicht viel. Vorsätze müssen von Herzen kommen und langfristig gesehen deine Lebensqualität verändern, sonst bist du die Erste, die wieder mit Chips auf der Couch landest. 

Meine Vorsätze sind immer gut überlegt, kommen von innen heraus und sind erreichbar. Es bringt nichts sich Ziele zu setzen, die so unrealitsch sind, dass sie sowieso zum Scheitern verurteilt sind. Das demotiviert nur, viel lieber fange ich mit kleinen Schritten an. Die wichtigsten Fragen, die ich mir jedes Jahr aufs Neue stelle:

Bin ich mit der aktuellen Situation zufrieden und geht es mir und meiner Familie gut so wie es ist?

Wo will ich hin?

Was will ich erreichen?

Was ist realistisch?

Diese 4 Fragen notiere ich mir dann in meinen Kalender. Ja genau dorthin- denn da werfe ich jeden Tag einen Blick rein. Dazu kommen dann meine Ziele und Vorsätze- also die Antworten auf die Fragen.

Letzes Jahr waren das so einige. Wollt ihr wissen was auf meiner Liste im Kalender stand?

Auszeiten nehmen:

Zu diesem Zeitpunkt arbeitete ich noch Vollzeit als Filialleitung , war schon voll mit Instagram beschäftigt – den Haushalt, Moritz und Basti  gabs da natürlich auch noch. Qualitative Zeit für mich- ein Fremdwort. War ich nicht in der Arbeit, gehörte jede freie Minute Moritz. Klar auch – ich bin ja nicht umsonst Mami geworden und wenn man mehr als 40 Stunden in der Woche im Shop ist gehört die wenige freie Zeit mit Moritz natürlich genutzt. Den Haushalt hab ich dann spätabends erledigt, wenn Moritz im Bett war und ich eigentlich auch ins Bett gehört hätte. Ich liebe meinen Job nach wie vor über alles (ich bezeichne meinen Shop immer als mein 2 . Baby)  trotzdem hätte es auf Dauer so nicht mehr lange geklappt. Basti hat das viel früher gemerkt wie ich und ermutigte mich schon lange einfach meine Stunden zu reduzieren. Mir fiel das aber total schwer. Einerseits einzugestehen, dass man nicht mehr allem gerecht wird, andererseits mich gewisserweise von Basti finanziell abhängig zu machen (nach so einer langen Zeit als Single Mami) und die Angst davor ob meine Vorgesetzten mich überhaupt noch wollten als Teilzeit Filialleitung. 2018 hab ich mich dann zu diesem Schritt überwunden, hab mal vorsichtig nachgehakt ob eine Stundenreduzierung überhaupt möglich wäre und siehe da es war die wohl beste Entscheidung in diesem Jahr. Ich muss aber auch dazusagen, dass ich wirklich sehr verständnisvolle Chefs habe, die hinter mir stehen und dass das sicher nicht in jeder Firma so ist. Nach 5 Jahren Fulltime working Mom bin ich das erste Mal eine Teilzeit Working Mom. Ich durfte auch meine Führungsposition behalten und bin motivierter denn je zuvor. Ich gehe so gern in den Shop, genieße aber auch die 2 freien Tage unter der Woche wo ich zuhause bin. Ich hab endlich Zeit für Moritz, kann Termine mit ihm wahrnehmen, die früher auf die Oma abgewälzt wurden , hab Zeit für mich, Zeit für meine Hobbys (jaaaa wie zum Beispiel Instagram) und nehme mir meine regelmässigen Auszeiten. Ich bin Basti aber auch meiner Firma wirklich unendlich dankbar, dass sie mir das ermöglichen und meinen Alltag so um ein Stückchen leichter gemacht haben.

Abnehmen und gesünder leben:

Ich fühlte mich überhaupt nicht mehr wohl in meinem Körper. Ich war auf keinen Fall übergewichtig oder dick – aber ich wusste, dass das Gewicht , das mir die Waage anzeigte nicht sein musste. Das größte Problem war einfach Fast Food und unbewusstes, unregelmäßiges Essen. Ich nahm mir selten Zeit zum kochen und wenn dann bestand mein Kochen aus Pizza auftauen. Im Endeffekt interessierte ich mich einfach nicht für das Thema Ernährung. Anfang des Jahres startete ich dann gleich den ersten Abnehmversuch und zog in 12 Wochen das Paket von Foodspring durch. Danach hatte ich nicht nur 7 kg weniger, sondern einen kompletten Lebenswandel. Während der Abnehmphase musste ich mir jeden Tag die Zeit zum frisch kochen nehmen und ich merkte wie mir das immer mehr anfing Spass zu machen. Inzwischen liebe ich es neue gesunde Low Carb Rezepte auszuprobieren und könnte stundenlang in der Küche stehen. Wir haben seitdem unsere komplette Ernährung umgestellt –  wir leben sogar fast vegetarisch, weil uns die ganzen frischgekochten Gemüse und Nudelgerichte viel mehr schmecken als ein Burger.  Eine gesunde, bewusste Ernährung macht so viel aus. Nicht nur fürs Abnehmen – das ganze Wohlbefinden, das Immunsystem , es hängt einfach alles dran. Ich  war das ganze letzte Jahr kein einziges Mal so richtig krank – für mich als Bakterienschleuder wirklich etwas ganz neues.

Mir selber treu bleiben  :

Ich traue mich zu behaupten, dass Instagram zu 90% eine Scheinwelt ist. Jeder zeigt die glücklichsten Momente, die schönsten Ecken seiner Wohnung, seinen perfekten rosa Feed und jeden Tag strahlende Kinderaugen. 50 % der Feeds sehen komplett gleich aus, mit demselben Filter, demselben Bearbeitungsstil und denselben Klamotten. Ich finds toll, wenn man in der Früh die App öffnet und einem nur positive und schöne Fotos entgegen kommen dennoch ist es schwierig am Boden zu bleiben. Ich hab mich selbst immer wieder ertappt, dass ich mir die Kleidung von dieser Bloggerin, die Wohnung von dieser Bloggerin oder den Feed von dieser Bloggerin gewünscht habe. Gerade in der Zeit von Instagram ist es mir sehr wichtig, mir selbst treu zu bleiben. Ich benutze nicht den Filter, den jeder benutzt . Ich bearbeite meine Fotos nicht stundenlang – mir ist die Zeit dafür zu schade.  Ich trage auch nicht die Kleidung die „jeder“ trägt und mache auch keine Zara oder H&M Hauls wie alle anderen, weil ich selber in einem Shop arbeite und drum natürlich auch die Sachen von dort trage.Ich kann euch keine Beauty Tutorials hochladen, weil mein Make up gerade mal so ein Standart Tages Make up ist.  Ausserdem gehe ich nicht gern stundenlang shoppen und am liebsten bin ich zuhause und nicht auf irgendeinem Blogger Event. Gar nicht so Influencer Like 😉 Dennoch liebe ich es mich mit euch über Mode auszutauschen, euch zu inspirieren und einfach mein Hobby zu leben. Mir war und ist es noch immer enorm wichtig mich durch die Social Media Welt nicht verbiegen zu lassen und noch genau dieselbe zu sein wie 2016 wo ich mit Instagram begonnen habe.

Wenn ich jetzt zurückblickend auf das letzte Jahr ein Resume ziehe, bin ich wirklich sehr zufrieden und auch stolz auf mich. Kurz vor dem diesjährigen Jahreswechsel hab ich mir natürlich wieder Gedanken gemacht, was ich mir fürs kommende Jahr wünsche. Jedoch bin ich heuer wirklich das erste Mal ohne große Vorsätze gestartet. 2018 war für mich so lehrreich und so ein entwicklungsstarkes Jahr, dass ich einfach will, dass es so bleibt wie es ist.

Was habt ihr euch so vorgenommen?

Konntet ihr es bis jetzt halten oder habt ihr es schon über den Haufen geschmissen?

Eure Kati